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Der Ausdruck Kosmetik vereint alle Praktiken, die der Pflege, Verschönerung, Erhaltung und Wiederherstellung der Körperschönheit dienen. Er stammt aus dem altgriechischen Adjektiv kosmetikos, was geschmückt, geordnet bedeutet. Das heute verbreitete Verständnis vieler Menschen von Kosmetik bezieht sich überwiegend auf das Auftragen von Schminke auf das Gesicht, also der dekorativen Kosmetik. Dabei deckt Kosmetik alle Bereiche der Schönheitspflege und -betonung ab. Werden die Haare geschnitten, ist es Kosmetik. Trägt man Parfum auf oder gönnt sich ein Bad, trifft dies alles auf die Bezeichnung Kosmetik zu. Auch das Tragen von Kleidung oder Schmuck ist eine Art der Kosmetik.
Forscher fanden in Höhlen in Spanien und Frankreich Spuren aus prähistorischer Zeit, die darauf hinweisen, dass sich die Menschen schon von Anfang an der Kosmetik bedienten. Auch bei den Indianern und vielen afrikanischen Stämmen diente (beziehungsweise dient teilweise heute noch) die Gesichtsbemalung oder das Auftragen von Düftölen der Präsentation. Von früheren Hochkulturen wie dem assyrischen Reich, den Babyloniern, aber auch den Ägyptern und Römern ist durch Überlieferung und Schriften bekannt, dass diese sehr großen Wert auf Kosmetik legten. Die bekannteste Person der Geschichte zum Thema Kosmetik ist wohl die schöne ägyptische Königin Cleopatra, deren Schönheit selbst die beiden mächtigsten Römer ihrer Zeit verfielen, Gaius Julius Caesar und Marcus Antonius. Die damalige Kosmetik war nicht komplex und bestand zum Beispiel aus Kohle für Lidschatten oder Henna zum Einfärben der Hände, Füße und Wangen. Mit verschiedenen Erden, die mit Tierfetten vermengt wurden, konnten die Menschen damals sogar punktgenaue Auftragung leisten. Duftöle und Salben wurden zum Parfümieren und Wohlriechen genutzt. Mit Ölen vermischte Pflanzenasche diente zur Reinigung als Seife und Desinfizierung von Wunden, denn damals erkannte man bereits die alkalische Wirkung der Asche.
In unserer heutigen Zeit gibt es Kosmetik in Hülle und Fülle und in den verschiedensten Arten. Sie dient, wie auch im Ursprung zur Präsentation und Selbstwertübermittlung. Unsere Sinne werden durch die Kosmetik des Gegenübers manipuliert und in eine bestimmte Denkweise gerichtet. Eine wichtige Rolle spielt auch immer der Typ Mensch, für den die Kosmetik das passende Produkt bereithält und speziell abgestimmt hat. Ob trockene oder fettige Haut, spröde Lippen oder gereizte Augen, Falten oder Unreinheiten. Ob schlank oder übergewichtig. Die Forschung hat beste und genau abgestimmte Produkte hervorgebracht, so dass für jeden etwas dabei ist, damit derjenige nach kurzer Zeit sein Wohlbefinden wieder erlangt.
Bei der Vielfalt und dem schweren Durchblick in den Sortimenten, ist Kosmetik nur in fünf hauptsächliche Segmente unterteilt:
Je nach Anwendungsgebiet und Produktart gibt es die verschiedensten Aufbewahrungsformen für Kosmetikartikel. Sehr oft gibt es den klassischen Tiegel, also eine Art Dose, die meist mit einem Schraubdeckel verschlossen wird. Hygienischer sind wahrscheinlich Tuben, lassen sich jedoch oftmals nicht vollständig entleeren. Für Lippenstifte ist die Stiftform der Standard, genau wie für Schminke flache Dosen am praktischsten und damit am sinnvollsten sind.
Der Begriff Parfum wurde aus dem Französischen in viele Sprachen dieser Welt übernommen. Ursprünglich stammt dieser aus dem Lateinischen par fumum, was durch Rauch bedeutet und aus der frühzeitigen Anwendung von Räucherstoffen Herkunft bezog.
Die Verwendung von Duftstoffen für das Wohlbefinden und Präsentieren reicht bis in die Hochkultur der Ägypter zurück. Seit dieser Zeit führte die Entwicklung des Parfums massive Veränderungen durch, vom direkten Gebrauch von Ölen bis hin zu unserer gegenwärtigen Komposition, meistens bestehend aus einem flüssigen Alkohol-Duftöl-Gemisch. Diese sogenannten Duftöle werden in der Fachsprache auch als Riechstoffe bezeichnet. Riechstoffe werden bei der Produktion aus natürlichen Ressourcen gewonnen oder synthetisch hergestellt. Alles in der Natur kann potenziell als Riechstofflieferant dienen. Heutzutage werden die Duftbausteine aus den verschiedensten Quellen herangezogen, zum Beispiel Rinde und Harz, auch Blüten, Blätter, Gräser und Früchte, Beeren oder Gewürze, Moose und Wurzeln. Riechstoffe tierischen Ursprungs werden momentan nur noch synthetisch erzeugt. Die Welt steckt heute in der Hochkultur ihrer Düfte. Überall nimmt die Nase den unentwegten Duft der gesellschaftlichen Reflektion der Gemüter, ihrer Persönlichkeiten und sinnlichen Befindens auf. Straßen und öffentliche Wege, in den Bussen und Bahnen, Kaufhäuser und Einkaufszentren, überall treffen wir die verschiedensten Mischungen der Duftstoffe.
Ob es Reinigungsmittel sind oder Backaromen, ob das Katzenstreu oder das Haarfärbemittel, vieles wird mit Riechstoffen und Parfum bearbeitet, um den eigentlichen Geruch zu überdecken. Die Duftnote dem Bedarf angepasst, erhält der Verbraucher den Geruch, der genau in der Situation für seine Nase bestimmt ist. Das Parfümieren von Produkten oder das Auftragen von Parfum auf der Haut dient meist einzig und allein einem bestimmten Zweck, der Präsentation. Der Duft soll unsere Sinne beflügeln und ebenfalls eindeutige Signale versenden, die unseren Gemütszustand in die entsprechende Verfassung versetzen. Düfte beeinflussen unseren Tagesablauf. Sie bestimmen, wie wir unseren Gegenüber sehen, wie wir die Welt wahrnehmen, ob wir Hunger oder Durst bekommen und auch wie wir uns fühlen, gut oder schlecht. Die Marketingwelt hat das schon längst herausgefunden und macht sich dies zu Nutze. So setzen viele Hersteller jahrelang eigens entwickelte Düfte ein, um ihre Produkte direkt über unser Empfinden positiv zu vermarkten. Über den Geruch werden wir auf Produkte und Marken geprägt. Es werden Studien und Forschungen betrieben, die nur darauf abzielen, den Duft und die genaue Duftintensität zu optimieren, um dem Wahrnehmungssinn des Konsumenten gerecht zu werden.
Im Duft eines Parfums können sich viele verschiedene Aspekte und Eindrücke verbergen, die sich aufeinander abgestimmt sukzessive und nachhaltig entfalten. Die meisten Parfummarken setzen sich aus einer dreifachen Formel zusammen: Kopfnote, Herznote und Basisnote. Die verschiedenen Noten geben ihre Duftwirkung zeitversetzt ab, beginnend mit der Kopfnote, die gleich nach dem Auftragen des Parfums ihren Duft versprüht und meist nur wenige Minuten wahrnehmbar ist. Danach folgt die Herznote, der eigentliche Duftcharakter des aufgetragenen Parfums. Sie stellt den markanten und prägenden Geruch des Duftes. Die Basisnote bildet den Schlussduft mit langanhaltenden, schweren Bestandteilen, die auch nach sehr vielen Stunden das Parfum noch erahnen lassen.
Seit dem 17. Jahrhundert steigt die Vielfalt der Duftbausteine stetig und die Düfte nehmen deutlich an Intensität und Stärke zu. Heutige Bezeichnungen von Parfummarken erinnern an diese Entwicklung und einige werden noch mit damaliger Originalrezeptur produziert.
Düfte werden fast ausschließlich in - teilweise äußerst kunstvollen - Flakons aufbewahrt. Derzeit haben fast alle einen Pump-Zerstäuber, oder aus dem Französischen stammend auch Vaporisateur genannt. Der klassische Schütt-Flakon (vom Englischen abgeleitet auch als Splash bezeichnet) kommt heute eigentlich nur noch bei Aftershave Lotion (klar und alkoholhaltig) und bei dem sanfteren Aftershave Balsam (milchig, ohne Alkohol) vor. Außerdem sind sehr kleine Flakons, wie Proben oder auch reine Parfums, aufgrund ihrer Größe oft ohne Zerstäuber.